SWICA – Verhandlungserfolg
Die SWICA kommuniziert seit 2015, dass sie Leistungen nur noch an TherapeutInnen mit eidgenössischem Diplom vergüten will. Dank des gemeinsamen Efforts des TCM Fachverband Schweiz und der OdA AM sowie der guten Zusammenarbeit mit dem Verantwortlichen bei der SWICA wurde die geplante Umsetzung nun bis auf Weiteres gestoppt.
Wir haben uns vehement dafür eingesetzt, dass weiterhin alle TherapeutInnen vergütet werden. Dies insbesondere im Hinblick darauf, dass viele TherapeutInnen, welche die HFP absolvieren wollen, aktuell keine Chance haben, dies zeitnah zu tun.
Wir haben aktuelle Berechnungen vorgelegt, die zeigen, dass es noch sehr lange dauern kann, bis die Mehrheit der TherapeutInnen die HFP absolviert hat; vorausgesetzt, Anzahl Prüfungen und Bestehensquoten bleiben in etwa gleich.
Die SWICA hat auf diese Berechnungen reagiert und kommuniziert neu folgendes Vorgehen:
«SWICA und ihr angeschlossene Versicherer anerkennen ab Januar 2022 Therapeut*innen in Methoden für die ein Zertifikat/Branchenzertifikat ausgestellt und ein eidgenössisches Diplom […] erlangt werden kann generell nur, wenn eine entsprechende Registrierung mit Zertifikat/Branchenzertifikat […] oder eidgenössischem Diplom vorliegt. Bereits anerkannte Therapeutinnen und Therapeuten bleiben anerkannt.»
Wer also vor Ende 2021 bereits durch SWICA anerkannt ist, bleibt anerkannt. Neuanmeldungen sind ab dann nur noch mit dem Zertifikat OdA AM oder dem eidg. Titel möglich.
SWICA betont aber, dass sie an ihrer Strategie festhält. Sie schliesst nicht aus, dass sie Therapeuten ohne Zertifikat OdA AM oder ohne HFP von der Liste streichen wird, sobald die Warteliste der HFP-Prüfungsanwärter soweit verkleinert ist, dass eine zeitnahe Teilnahme an der HFP realistisch wird. Einen Zeitrahmen kann die SWICA zum heutigen Zeitpunkt nicht nennen.